Hygiene und Pflege des Kunstauges, der Augenlider und der Augenhöhle:

Tägliche Routine

Die morgendliche Pflegeroutine beginnt mit gründlichem Händewaschen.
Anschließend wird auf einen mit warmem Wasser befeuchteten, frischen Waschlappen etwas Babyshampoo gegeben (Babyshampoo brennt nicht in den Augen, ist PH-Wert- neutral und zerstört Bakterien).
Mit dem Waschlappen werden die evtl. über Nacht verkrusteten Augenlider beider Augen aufgeweicht und anschließend vorsichtig in Richtung Nase abgewischt.

Sobald die Augenlider und Wimpern frei von Sekretionsrückständen sind, können Sie das Kunstauge herausnehmen.
Mit Reiniger, der speziell auf das Kunstaugenmaterial abgestimmt ist, wird nun das Kunstauge gründlich gereinigt, um mögliche Ablagerungen zu entfernen.
Die Augenhöhle kann vorsichtig mit Kochsalzlösung ausgespült und anschließend mit Zellstofftüchern abgetupft werden.

Bedenken Sie:
Sollten Sie unter Nebenhöhlenentzündung, Asthma, Allergien oder einer Erkältung leiden, wird die Sekretion während dieser Zeit deutlich erhöht sein.
Das ist ein natürlicher Vorgang. Nach Bedarf können Sie das Auge öfter als üblich mit Kochsalzlösung abspülen, um ein Anhaften der Sekretionsrückstände zu vermeiden.

Tragen Sie immer eine Packung Zellstoff-Taschentücher mit sich und benützen Sie diese, falls nötig, um die Augenlider und das Kunstauge bei stärkerer Sekretion anzutupfen.
Dies kann zwischen 3-5 Mal am Tag der Fall sein.
Vermeiden Sie Stofftaschentücher oder bloße Finger wegen des erhöhten Keimrisikos.

Achtung!

Reinigen Sie Ihr Kunstauge nie mit Alkohol oder ähnlich starken chemischen Substanzen.
Die Oberfläche des Kunstauges würde angegriffen werden, und die Rückstände könnten zu starken Irritationen der Konjunktiva führen.